Neue Kooperationsvereinbarung zwischen Unternehmerverband Südtirol und Fraunhofer Italia

Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltige technologische Entwicklung

© Unternehmerverband Südtirol
von links Dominik Matt, Direktor von Fraunhofer Italia und Alexander Rieper, Präsident vom Unternehmerverband Südtirol bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Der Unternehmerverband Südtirol und Fraunhofer Italia bauen ihre langjährige Zusammenarbeit weiter aus. Einen wichtigen Impuls dafür haben die positiven Erfahrungen aus gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen des European Digital Innovation Hub DIS-HUB gegeben. Sie haben gezeigt, welchen Mehrwert der direkte Austausch zwischen betrieblichen Fragestellungen und angewandter Forschung schaffen kann. Mit der neuen Vereinbarung wollen beide Partner diese Zusammenarbeit nun weiterentwickeln.

Die Verbindung zwischen beiden Einrichtungen reicht bis zur Gründung von Fraunhofer Italia zurück. Das Forschungsinstitut wurde 2009 in Bozen, gemeinsam mit dem Unternehmerverband Südtirol und mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen, ins Leben gerufen. Der Verband zählt damit zu den Gründungspartnern einer Forschungsstruktur, die von Beginn an darauf ausgerichtet war, wissenschaftliche Kompetenz für Wirtschaft und Gesellschaft in Südtirol nutzbar zu machen.

„Als Mitbegründer von Fraunhofer Italia war es uns von Anfang an wichtig, Unternehmen und Forschung näher zusammenzubringen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass aus diesem Austausch konkrete Innovationsimpulse entstehen können. Diese bewährte Verbindung wollen wir weiter stärken und gemeinsam Themen aufgreifen, die für die technologische Entwicklung unserer Unternehmen von besonderer Bedeutung sind“, erklärt Alexander Rieper, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol.

Ziel ist es, betriebliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Forschungs- und Entwicklungsansätze auszuloten – von der Formulierung einer konkreten Fragestellung bis hin zur Entwicklung und Erprobung möglicher Lösungen. Fraunhofer Italia bringt dabei seine Kompetenzen in der angewandten Forschung ein, während der Unternehmerverband Perspektiven und Bedarfe aus der Unternehmenspraxis in den Austausch einbringt.

„Für angewandte Forschung ist die Nähe zur betrieblichen Praxis entscheidend. Der kontinuierliche Austausch mit lokalen Unternehmen hilft uns, relevante Fragestellungen frühzeitig zu erkennen und Forschungsansätze praxisnah weiterzuentwickeln“, unterstreicht Prof. Dominik Matt, Direktor bei Fraunhofer Italia.

Inhaltlich konzentriert sich die Kooperation insbesondere auf die digitale und technologische Transformation durch angewandte Künstliche Intelligenz, KI-basierte Assistenztechnologien, digitale Fertigung, mechatronische Systeme, Automation und Robotik sowie auf Ansätze für mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz.

Wie daraus konkrete Lösungen für die betriebliche Praxis entstehen können, zeigen die Projekte im Rahmen des European Digital Innovation Hub DIS-HUB. Insgesamt wurden zehn Projekte gemeinsam mit Unternehmen umgesetzt. Dabei konnten konkrete betriebliche Fragestellungen mit wissenschaftlicher Kompetenz verbunden und praxisnahe Lösungsansätze entwickelt und erprobt werden.

Auf diesen Ergebnissen wollen der Unternehmerverband Südtirol und Fraunhofer Italia mit der neuen Vereinbarung aufbauen und gemeinsam weitere Impulse zu aktuellen Innovations- und Zukunftsthemen setzen.

„Mit dem neuen EDIH DIS-HUB 2.0 wollen wir ab Anfang 2027 an die positiven Ergebnisse der bisherigen Projekte anknüpfen. Wir laden die Unternehmen ein, sich mit ihren konkreten Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben einzubringen und gemeinsam mit Forschungspartnern neue Lösungen zu entwickeln“, sagt Mirco Marchiodi, Direktor des Unternehmerverbandes Südtirol.